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Hintergrundbild Brennstoffzellen-Autos
BMW - Chrysler - Daimler Benz - Ford - General Motors - MAN - Renault - Toyota - Zevco

BMW
BMW ist eine der wenigen Firmen, die in ihrem Konzept für die Zukunft nicht auf Brennstoffzellen sondern auf wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren setzen.
Den ersten Versuchswagen gab es 1979. Damit zählen die Bayerischen Motoren Werke zu den Automobilhersteller mit der längsten Erfahrung bei Wasserstoffantrieben.
Mittlerweile existiert dieses Wasserstoffauto in der vierten Generation.
Die Strategie, die im Hause BMW verfolgt wird, gliedert sich in drei Schritte:

1. Schritt: Nutzung von komprimiertem Erdgas (CNG)
· Betrieb eines Zweistoffmotors mit Erdgas und Benzin, weil noch kein dichtes Tankstellennetzwerk für Gas besteht
· Reichweite mit Erdgas: 200-250 km
· seit 1995 auf dem Markt
· BMW ist auf diesem Gebiet Erster in Europa

2. Schritt: Wechsel zu flüssigem Erdgas (LNG)
· ausschließlich Erdgasbetrieb
· Betankung mit CNG oder LNG an Flüssiggas-Tankstellen
· größere Reichweite (70% von benzinbetriebenen Autos), wegen höherer Energiedichte im Vergleich zu CNG

3. Schritt: Wasserstoffauto
· flüssiger Wasserstoff (-253°C)
· Übernahme der Erfahrungen aus der LNG-Technik
· Energie für Elektrolyse aus regenerativer Energie

Erdgas stellt nach Meinung der BMW-Ingenieure einen logischen Zwischenschritt dar. Nach Wasserstoff ist Erdgas der Energieträger mit dem höchsten Wasserstoffgehalt und in seinen Stoffeigenschaften dem Wasserstoff am nächsten verwandt.
Bei Zweistoffbetrieb, wie er im 1. Schritt vorgesehen ist, liegt der Wirkungsgrad etwa gleich mit dem normalen Benzinbetrieb. Lediglich die maximale Leistung ist bei Erdgas etwas geringer. Seit Januar 1997 unterschreiten die Erdgasfahrzeuge die ULEV-Grenzwerte.
Eine Variante mit hochkomprimiertem gasförmigem Wasserstoff für Pkws wird wegen geringerer Reichweite kaum verfolgt.
Die Motoren sind abgeleitet vom herkömmlichen Ottomotor. Bewährt haben sich dabei bis heute Maschinen mit 2,5 bis 5,4 l Hubraum und einer Leistung von 80-150 kW. Für die zukünftige Entwicklung konzentrieren sich die Forscher auf den 2,8 l 6-Zylinder-Motor.
Seit Anfang 1989 betreibt die bayerische Firma die weltweit erste Prüfanlage für Wasserstoffmotoren mit einem umfassenden Sicherheitssystem. Aufgrund der daraus erlangten Erkenntnisse wird die Auffassung vertreten, unkontrollierte Gemischzündung ohne aufwendige Maßnahmen beherrschen zu können, z.B. durch Wassereinspritzung oder Direkteinspritzung.
1997 entwickelte der Betrieb einen neuen Tank mit 140 Liter Volumen, so daß er etwa 1/3 des Kofferraumvolumens einnimmt. Darin wird der flüssiger Wasserstoff bei -253°C gespeichert. Die Isolationsschicht konnte von 5 cm auf 2,5 cm halbiert werden, was einem 4 m dicker Styropormantel entspricht. So ist es möglich, mit einer Tankfüllung 400 km weit zu fahren.
Fundierte Prognosen für den Serienstart gibt es derzeit nicht.

Dipl.-Ing. Wolfgang Strobl, (Leiter Forschung Energiesysteme):
"Das erste Wasserstoffauto in Kundenhand sehen wir im nächsten Jahrzehnt. Natürlich ist es auch dann noch ein weiter Weg bis zu einem breiten Einsatz dieser Zukunftstechnologie."
 


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