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General Motors
General Motors hat ein Brennstoffzellenprogramm, das ebenso groß
ist wie ihre Forschung bei Hybrid- und Elektroautos. Der Opel-Partner betreibt
seit Anfang der siebziger Jahre Forschungsprojekte mit Brennstoffzellen.
Am 4. Januar 1998 hat General Motors (GM) auf der Detroiter Autoschau
eine Fahrzeugfamilie mit alternativen Antrieben auf der Basis des Elektrofahrzeugs
EV1 vorgestellt. Dazu gehörte ein Brennstoffzellen-Antriebssystem
für ein Brennstoffzellenauto. Für 1999 hofft GM die Testphase
für Fahrzeug beenden zu können, um es 2004 produktionsreif präsentieren
zu können.
Der vorgestellte Brennstoffzellen-Hybridantrieb wird mit Methanol,
das an Bord des Fahrzeugs in Wasserstoff reformiert wird, angetrieben.
Der Drehstrommotor verfügt über eine Leistung von 101 kW/137
PS und ist mit einem GM ATV Gen II-Modul (Antriebselektronik) ausgestattet.
Die 44 in Reihe geschalteten NiMH-Batteriemodule dienen als Leistungsreserve
und als Speicher für die elektrische Energie aus der Bremsanlage.
Der EV1 verfügt über eine Reichweite von 450 km bei einem
Verbrauch von 3 l auf 100 km Benzinäquivalent. Die Karosserie besteht
aus einer Leichtbaustruktur mit einer ausgefeilten Aerodynamik und einer
energierückgewinnenden Bremsanlage. Damit ist eine Höchstgeschwindigkeit
von 130 km/h möglich.
"Es ist unser Plan, alternative Technologien fertig zu haben und dann
erst die Wirtschaftlichkeit zu untersuchen" erklärt GM Vice Chairman
Harry Pearce die Firmenstrategie auf einer Pressekonferenz am 4. Januar
laut einer Reuters-Meldung. Er fährt fort, daß es GM "todernst"
sei mit dem Verkauf von alternativen Antriebssystemen. Allerdings fügt
er hinzu, daß die Kosten reduziert werden müßten, so daß
Käufer sich solche Fahrzeuge leisten können ohne auf Fahreigenschaften
verzichten zu müssen.
Ken Baker, Vice President Globale Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten,
merkt an, daß GM Partnerschaften mit der Mineralölindustrie
anstrebt, um diese Familien fortschrittlicher Fahrzeuge einsatzfähig
zu machen. "Amoco hat sich schon bereiterklärt, mit uns zusammenzuarbeiten"
sagte er in einer Presseerklärung vom 4. Januar 98.
Opel:
Ein Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten liegt bei
Opel in Deutschland, wo jetzt das "Global Alternative Propulsion Center"
(GAPC) eingerichtet wurde. Es ist dem Internationalen Technischen Entwicklungszentrum
(ITEZ) in Rüsselsheim angegliedert.
Der Opel Sintra ist mit einem Drehstrommotor mit einer Leistung von
50 kW/68 PS ausgestattet. Sein Leergewicht liegt bei 1800 kg, die er bis
auf 150 km/h Spitzengeschwindigkeit beschleunigen kann. Der Methanoltank
(40 l) und der Wassertank (20 l) reichen aus für eine Reichweite,
die auf dem gleichen Niveau liegt wie bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen.
Die Antriebselektronik (GM ATV Gen II-Modul) ist mit integrierter Hilfskraftlenkungs-
und Bordnetzversorgung ausgestattet. Der Kompressor verdichtet die Prozeßluft
auf den Systemdruck von 3 bar.
In diesem Van sind vier Sitzplätze vorgesehen. Den Bereich der
dritten Sitzreihe nehmen Methanol- und Wassertanks sowie weitere Systembauteile
zur Kraftstoffaufbereitung ein. Der Mittelplatz der zweiten Sitzreihe wird
zur Zeit noch durch den eigentlichen Brennstoffzellenblock ausgefüllt.
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